Bitte anhalten…

… oder viel mehr Innehalten… ausrichten und fokussieren… weitergehen.

Genau das habe ich getan. Manchmal braucht man einfach eine Zeit des Rückzugs. Vor Jahren kaufte ich einmal eine Postkarte mit einem Schneckenhaus und folgenden Worten darauf:

SEELENFENSTER

Von Zeit zu Zeit sich zurückziehen in das Haus unserer Seele, schweigen, ausruhen, ganz für sich sein. Das Seelenfenster vom Staub des Alltags befreien, an verschlossenen Türen rütteln, sich selbst auf den Grund gehen. Und dann hinaus trete in die Sonne: Da bin ich wieder!

Diese Worte waren mir sehr nahe. Ich durfte eine Art „Bestandsaufnahme“ machen. Nicht nur das, die Frage war ganz klar auch: Wo möchte ich eigentlich hin? Was ist wirklich wichtig für mich?

Und so habe ich mich neu ausgerichtet und fokussiert. Äußere Umstände soweit verändert, dass sie wieder zu meinen Bedürfnissen (und auch zu den Bedürfnissen meiner Familie), meinen Träumen und Wünschen passen. Das fühlt sich gut an. Ich habe mich ent-schieden. Manchmal im Leben treffen wir Entscheidungen und sind zu Beginn sehr glücklich damit. Wir leben damit und die Welt bewegt sich weiter. Wären wir alleine betroffen von unserer Entscheidung, ist das meist kein Problem. Jedoch spielen wir selten nur gegen die Wand. Sobald wir mit einem Gegenspieler spielen, fließen seine Wünsche, Bedürfnisse und auch seine Entscheidung mit in die Rechnung hinein. Und dann?

Ja, dann…

… dann wird es manchmal doof, wenn wir nicht bereit sind neu zu addieren und zu sehen ob die Summe überhaupt noch die gleiche ist. Wenn die Summe nicht mehr passt, dürfen wir uns Gedanken machen, ob wir mit der neuen Summe leben wollen, oder etwas ändern… Etwas addieren oder vielleicht auch subtrahieren… bis es eben wieder passt. Für alle Beteiligten.

Ganz oft begegne ich Menschen, die unter den Veränderungen des Lebens leiden. Sie glauben sie könnten etwas festhalten, vergessen dabei, dass das ganze Leben aus Veränderung und Entwicklung besteht. So wie die Jahreszeiten wechseln, die Lebensphasen, so wandelt sich auch alles andere. Gerade in der Yogaphilosophie werden wir immer wieder daran erinnert: Alles was kommt, IST eine zeitlang und vergeht dann wieder. Je mehr wie uns das Bewusst machen, das alles fließt und wir bereit sind einfach den Fluss des Lebens anzunehmen, uns mit ihm treiben zu lassen… Je einfach wird alles. Und vielleicht sind wir sogar bereit, das Geschenk dabei zu erkennen, was uns in die Hände gelegt wird: Das Bewusstsein im Augenblick.

Veränderung…

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Ich entscheide mich für die Windmühle – Namasté

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